LoveCruise 2007 4/4
Lange musstet ihr darauf warten, aber nun haben wir es endlich geschafft, den letzten Teil unseres Reiseberichts zu schreiben… Proudly presents: Sonntag - der Tag der Abfahrt!

Handy-Wecker klingelt! *riiiing*


Polly: Guten Morgen Jessica!
Jessica: Guten Morgen Polly!
Polly: Guten Morgen Janine!
Jessica: Guten Morgen Janine!
Janine: … *grml*
So begann der neue Tag an Bord des Schiffes. Nachdem Jessica und Polly ihre Reisetaschen bereits am Vortag gepackt hatten, waren sie recht schnell im Bistro um sich ihr lang ersehntes Frühstück (Cola-Light in Dosen) reinzuziehen. Janine kam noch nicht in diesen Genuss, da sie in unserer tropenwarmen Kabine ihre sieben Sachen zusammenpackte und über die chemisch geladene Lungenkrebs fördernde Haarsprayluft (Anm.v.Polly: Tschuldigung…) meckerte. Später traf man sich trotzdem zum Kaffee im Bistro. Die dort anstehende Wette kam letzten Endes übrigens nicht zustande. Polly hat sich nicht getraut, für zehn Euro in das mit bunten Plastikbällen gefüllte Kinderspielbecken zu klettern.
Dafür richteten wir einen Coladosen-mit-bloßer-Hand-zerdrück-Wettbewerb aus. Wenig später holten wir unsere Reisetaschen aus den Kabinen und sagten dem Tropenklima Bye-Bye, ebenso wie der Endlosschleife Musik aus dem Kabinenradio (etwa 5 sich wiederholende Lieder). Vor dem Auschecken purzelbäumten wir noch einmal durch die Lobby und küssten einander die Füße
und machten uns auf andere Art zum Volldeppen.
Auf Nimmerwiedersehen Princess of Norway!

Erleichtert stellten wir als wir wieder sicheren Boden unter den geplagten Füßen hatten fest, dass sich unsere Befürchtung, Janines Auto sei sicherlich abgeschleppt und verkauft worden, nicht bewahrheitet hat. Anm.v.Polly: An dieser Stelle muss ich auf Jessicas Wunsch hin erwähnen, dass sie schneller laufen kann als ich. Habe sie tatsächlich nicht zu fassen bekommen. Warum ich das vorhatte weiß ich allerdings selbst nicht mehr so genau. Da wir uns ja ohnehin allesamt noch einmal in Amsterdam in der Nähe des HBF treffen wollten, fiel das Tschüsssagen recht kurz aus. Alle stiegen in ihre Autos und düsten nach und nach vom Parkplatz. Wir waren mal wieder die Letzten, was sich nicht positiv änderte als wir die nächstgelegene Tankstelle anfuhren, denn, wie bereits erwähnt, nagte unser Tank am Hungertuch.
Unsere Sorge, die Tankstelle hätte keinen passenden Adapter für die Propangasbetankung von Janines Wagen, war glücklicherweise unbegründet. Um uns (Jessica und Polly, NICHT Janine!) die Fahrt etwas vergnüglicher zu gestalten, fingen wir an, Karaoke zu singen. Schnell fanden wir allerdings heraus, dass wir die Texte der zu singenden Lieder nicht auswendig konnten. So blieb es beim Refrain bzw. den ersten zwei Zeilen einer Strophe. Dennoch schafften wir es, genügend Liedanfänge zu finden um die gesamte Fahrt Richtung Amsterdam Zentrum zu überbrücken. Dort angekommen suchten wir einen Parkplatz wie die Nadel im Heuhaufen. Letztendlich fanden wir einen in einem Parkhaus. Jedoch fanden wir nicht auf Anhieb auch wieder den Ausgang aus diesem Parkhaus. *grins*
Auf Grund eines kleinen Missverständnisses (wir waren im Zentrum, der Rest im Norden der City) entschieden wir uns, dem drohenden Hungertod auf getrennten Wegen zu entgehen. So fanden wir drei uns in einem netten chinesischen Restaurant ein. Jessicas Versuche den beiden anderen das Essen mit Stäbchen beizubringen hätte den Hungertod allerdings doch beinahe herbeigeführt.
Nebenbei gönnten wir uns ein Häagen Dazs Eis (das leckerste Eis der Welt, und nicht, wie viele meinen, B&J!) – das musste mal geschrieben werden!
Mit unserem Eis in der Hand schlenderten wir durch das Rotlichtviertel Amsterdams und wunderten uns, dass schon am helllichten Tage die Damen in ihren Schaufenstern standen.
Auf dem Rückweg zum Parkhaus nach einer ausgedehnten Shoppingtour (nein, nicht das, was ihr jetzt denken könntet!) überquerten wir eine Brücke und mussten uns aneinander festhalten da wir gänzlich ohne Halluzinogene Wahnvorstellungen einer schwankenden Brücke hatten. Ebenso übrigens sobald jemand die Worte „schwanken“ oder „Schiff“ gebrauchte. Dieser Effekt trat noch zwei Tage später auf und ließ uns taumelnd zurückdenken.
Ebenso taumelten wir, als wir erfuhren wie teuer das Parkticket war. Ein Bußgeld könnte eventuell billiger sein.
Schnell verging die Zeit und Jessica musste zum Bahnhof. Trotz der angebrachten Hektik verpasste Jessica – wie sollte es auch anders sein – ihren Zug. Dennoch kam sie glücklicherweise mit einer Stunde Verspätung wohlbehütet zuhause an. ![]()
An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich Janine seit antritt der Reise auf ein besonders tolles Schuhgeschäft mit Übergrößen gefreut hatte, welches sich nicht weit vom Zentrum entfernt befand. Sogleich nachdem wir Jessica abgesetzt hatten, machten wir (Polly&Janine) uns auf den Weg dorthin, denn SURPRISE laut Internet hatte es sogar am Sonntag geöffnet. Jedoch nur bis 16 Uhr. Als wir vor dem Laden auf die Uhr schauten, war es genau 16.15. Naaa toll.
Also hieß es ab nachhause nach Good old Germany. Weg von Sexshops, Coffeeshops und schwankenden Brücken. Janine düste raus aus der Stadt und wir beide freuten uns doch schon ein wenig auf zuhause. Damit Janine nicht am Steuer ins Träumen geriet, hat sie Polly das Vertrauen erwiesen und sie mit ihrem Wagen fahren lassen. Für eine Puntofahrerin mit Maximalgeschwindigkeit 150km/h war Janines Auto durchaus eine tolle Abwechslung. Auf Pollys Frage hin, ob Janine Angst hätte, antwortete sie mit „Nein“. Danke für dieses Vertrauen! Unterwegs erfreuten uns die Gesichtsausdrücke der LKW-Fahrer, als sie uns bei unserem Wie-knabber-ich-lasziv-an-meiner-Sonnenbrille?-Kurs auf einem Rastplatz rumalbern sahen. Weiterhin erfreute sich Polly an Janines Gesichtsausdruck, als sie plötzlich einen Firmenwagen des Betriebs in dem sie arbeitet, erblickte und Polly extra Gas gab um ihn zu überholen. Janine erkannte den Fahrer des Wagens und duckte sich beiseite. Ihre Drohung an Polly, doch bitte nicht in Bad Oeynhausen an der roten Ampel links neben ihren Arbeitskollegen zu fahren, beherzigte sie nach einer kurzen Schreckenssekunde des links Ausscherens. *fieslach* So verging auch diese Zeit schneller als auf der Hinfahrt und wir kamen gegen halb zehn endlich zuhause an…
That’s it, nun kennt ihr die ganze Wahrheit über die Lovecruise und die, die mitgefahren sind, frei nach dem Motto „wenn einer eine Reise tut…“
Auf bald,
Jessica, Janine und Polly

Ich habe mir eben noch einmal alles durchgelesen und habe wieder Tränen gelacht in Erinnerung an dieses herrlich absurde Wochenende.
Auch wenn es stressig war, war es eine geile Zeit. Im Übrigen finde ich, dass wir viel mehr Aufsehen erregt haben auf dem Schiff, als die Frau Jones. Das sagt ja schon alles denk ich mal…
Bussi und viel Erfolg für dein Blog, Jess!
Vielen lieben Dank Polly
Ich denke mit dir und Janine hätte ich auch in einem Aufzug stecken bleiben können und uns wär’ dennoch nicht langweilig geworden.. aber dann bitte nicht so viel Haarspray benutzen!!!
Auch wenn das Wochenende ziemlich chaotisch war, hat’s mir vor allem mit dir sehr viel Spaß gemacht, weil man mit dir echt albern und wieder 16 Jahre jung sein kann